Maischen.

Man nehme geschrotetes (= grob zerkleinertes) Gersten-, Weizen- oder Roggenmalz (je nach Biersorte) und vermische es mit ca. 50°C warmen Brauwasser. Unter stundenlangem stetigen Rühren wird die Stärke des gemälzten Getreides in Malzzucker (Maltose) umgewandelt. Diesen Malzzuckersud nennt man Maische.

Läutern.

Menschen, die geläutert sind, wurden innerlich gereinigt. Auch die Maische muss geläutert werden. Im
Läuterbottich werden Schweb- und Feststoffe herausgefiltert. Darüber freut sich der Bauer; er erhält
natürliches Kraftfutter für sein Vieh. Und der Brauer freut sich über die klare Flüssigkeit, die hierbei
entsteht: die Würze.

Würzekochen.

Die Würze wird in der Sudpfanne auf 100°C erhitzt. Jetzt wird Hopfen zugegeben und mitgekocht.
Dabei verdunstet einiges an Wasser. Am Ende des Kochens ermittelt man mit einem Saccharometer
(Zuckermessgerät) die Stammwürze (Malzzuckergehalt der Würze). Diese wird in „Plato“ angegeben – 
dies entspricht den „Öchsle“ beim Weinmost. Je höher die Stammwürze, desto mehr Malzzucker
kann zu Alkohol vergoren werden.

Gären.

Jetzt fehlt nur noch die Bierhefe, die den Malzzucker in Alkohol, CO2 und biertypische Geschmacksstoffe
umwandelt. Man unterscheidet zwischen unter- und obergärigen Hefen. Erstere vergären den
Zucker bei 5°C bis 9°C binnen 8 Tagen, letztere benötigen nur 3 bis 5 Tage bei 18°C bis 20°C.
Untergärige Hefen setzen sich am Boden ab, obergärige an der Oberfläche. Das Jungbier braucht jetzt
nur noch ein paar Wochen Ruhe, um geschmacklich auszureifen. Und dann fließt es auch schon durch
unsere Zapfhähne (oder in unsere Kraft Bräu-Flaschen zum Mitnehmen). Prost!